Ultima II – ein wegweisendes Computerspiel

Während ich gerade in Erinnerungen schwelgte, dachte ich an Ultima II, das einst ein wegweisendes Computerspiel war. Dieses Spiel zählte zum Genre Rollenspiele, in dem ein*e Held*in die Welt vor dem Bösen retten musste. Letzteres verkörperte maßgeblich eine böse Oberschurkin, der allerhand Höllenkreaturen unterstanden. Dementsprechend war der vollständige Titel dieses Spiels Ultima II: The Revenge of the Enchantress. Das Spiel erfolgte über eine bunte Reihe von Karten. Diese umfassten die Erde in unterschiedlichen zeitlichen Epochen, verschiedene Planeten sowie das ‚Land der Legenden‘, dem Hauptquartier des Bösewichter*innen. Diese unterschiedlichen Karten waren über sogenannte Zeittüren und Weltraumraketen verbunden. Das mag erstmal umfangreich klingen, aber die komplette Spielwelt samt Figuren wurde mit einfachen Symbolbildern dargestellt. Und jede Karte beinhaltete maximal ein Dorf, eine Stadt, eine Burg (Lord British), ein Dungeon und einen Tower. Diese waren graphisch ebenfalls schlicht dargestellt. Dennoch war Ultima II ein aufregendes und wegweisendes Computerspiel.

Ein wegweisendes Computerspiel: Ultima II

Und das nicht nur, weil es seinerzeit, d.h. 1980er Jahre, die Einführung meiner Wenigkeit ins Genre der Rollenspiele war. Ich gehe nämlich davon aus, dass Ultima II ein wegweisendes Computerspiel auch für folgende Rollenspiele war. Und damit meine ich nicht nur die folgenden Teile der Ultima-Serie. Denn einiges von diesen Spielelementen findet sich auch in anderen Games, wie beispielsweise Dungeon Master. Durch Ultima II erfuhr ich jedenfalls von unterschiedlichen Spielfiguren, Rätsel, Mysterien, Sinnhaftigkeit von Fähigkeitspunkten usw. Leider haben diese im Spiel nicht mittels ansteigender Erfahrungspunkte verändert. Wie viele andere Spiele, die ich später kennenlernte, gab es in Ultima II einen Endgegner, also die Oberschurkin. Und tatsächlich habe ich das Spiel auch durchgespielt und gewonnen. Allein dieses Spielprinzip legt schon nahe, dass Ultima II ein wegweisendes Computerspiel war. Das ist allerdings in erster Linie aber auch nur eine Mutmaßung meinerseits. Jedenfalls war es m.E. ein spannendes Spiel.

Rückblick auf technische Entwicklung

Beide Computerspiele, also Ultima II und Dungeon Master, kannte ich nur in ihren Versionen für den Atari ST. Das war ein Homecomputer, der bis Anfang der 1990er Jahre aktuell war. Davon gab es unterschiedliche Versionen mit unterschiedlichen Leistungen (Hardware; Arbeitsspeicher, etc.). Der Atari ST, den ich hatte, war der Atari 520 ST mit einem halben MB Arbeitsspeicher. Dazu gab es Datenträger Diskettenlaufwerke (3,5 Zoll), später sogar Festplatten. Letzteres galt jedenfalls für den Mega-ST. Alles in allem war die Darstellung von Grafik und Sound beim Atari ST zu seinerzeit sehr gut. Interessant war am Atari ST, dass er in Sachen Grafik unterschiedliche Auflösungsstufen hatte. Das hieß alsdann, dass man für manche Auflösungen einen Monochrom-Monitor und für andere einen Farbmonitor benötigte. Letzterer konnte alternativ auch durch einen Fernseher, Farbe oder Schwarzweiß, ersetzt werden. Ultima II, das ein wegweisendes Computerspiel war, war tatsächlich in Monochrom und in Farbe spielbar.

Ausblick

Nach den 7 Dingen, die Du über Siedler II wissen solltest, thematisierte ich hier und heute erneut ein Computerspiel. Dabei ging ich zeitlich vor allem in Sachen technischer Entwicklung noch weiter zurück. Ich begab mich nämlich zurück in die 1980er Jahre. Und diesbezüglich stellte ich Ultima II – ein wegweisendes Computerspiel vor, das mittlerweile wohl kaum bekannt ist. Der dargestellte Sachverhalt hat jedoch einen küchenpsychologischen Kern. Und der besteht in der Kompatibilität von Ultima II mit monochromer und farblicher Darstellung (Auflösung). Die Darstellung in Monochrom war natürlich viel deutlicher und schonte darüber hinaus die Augen. Das war sehr angenehm. Demgegenüber geht es mir heute in der Schwermut Fotografie um die Bildstile Monochrom und Farbe. Und siehe da, ich votierte bis dato, weshalb auch immer, sehr häufig für Fotos in Monochrom. Ob das ein Zufall ist? Die Antwort auf dieses Rätsel finden wir vielleicht im Art Blog. Spooky…

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Christian Kaiser
Sozialwissenschaftler / Politikwissenschaftler und Amateurfotograf aus Hessisch Oldendorf

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